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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
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Kurzmeldung

03.02.2020 - Entwicklungszusammenarbeit mit privaten Geldern - profitieren auch die ärmsten Zielgruppen?

Foto der viel Vortragenden bei der Pärsentation der Checkliste
v.l.n.r.: Paul Horrocks (OECD), Leticia Emme (GIIN), Magdalena Orth (DEval), Nancy Lee (CGD)

Die Mischung aus öffentlichen und privaten Geldern für Entwicklungszusammenarbeit, auch als „Blended Finance“ bekannt, wird zunehmend als Ansatz genutzt um die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen. Private Investoren werden hierbei ermutigt sich an Entwicklungsvorhaben zu beteiligen, zum Beispiel indem die Risiken einer Investition zum großen Teil von öffentlichen Gebern getragen werden. Solche Kooperationen stehen immer wieder in der Kritik, besonders arme Zielgruppen nicht zu berücksichtigen.

Eine internationale Arbeitsgruppe zur Wirkung von Blended Finance Ansätzen unter Leitung der DEval-Teamleiterin Magdalena Orth stellte letzte Woche in Paris eine Checkliste vor, um die Wirkung von Blended Finance auf die ärmsten Bevölkerungsgruppen zu evaluieren. Die Gruppe ist eine von fünf Arbeitsgruppen der „Tri Hita Karana Roadmap for Blended Finance“, ein internationales Vorhaben zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung durch Nutzung von Blended Finance. Das Vorhaben wird von staatlichen Institutionen, Entwicklungsbanken und privaten Investoren unterstützt. Magdalena Orth leitet die Arbeitsgruppe zu Wirkung zusammen mit Nancy Lee vom Center for Global Development.

Die Checkliste ist als eine einfache und flexibel anwendbare Orientierungshilfe für alle Investoren der Blended Finance Landschaft gedacht, die die Wirkung ihrer Investition auf besonders arme Bevölkerungsgruppen erfassen möchten. Sie enthält einen umfassenden Katalog an Fragen und Indikatoren, die a) vor einer Blended Finance Investition zur potentiellen Wirkung der Investition gestellt werden sollten, b) die nach einer Investition zur tatsächlichen Wirkungsmessung herangezogen werden sollen und c) im Vorfeld mögliche Risiken der Investitionen für arme Zielgruppen erfassen sollen.

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