Seiteninhalt
Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

Kommunale Entwicklungspolitik: Evaluierung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)

Kurzbeschreibung

Deutsche Kommunen engagieren sich vielfältig für eine global nachhaltige Entwicklung. Beispielsweise setzen sie sich für fairen Handel und faire Beschaffung ein oder pflegen Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden. Insbesondere durch die Neuausrichtung der Entwicklungspolitik an der Agenda 2030 werden Kommunen in Deutschland verstärkt als eigenständige entwicklungspolitische Akteure wahrgenommen. Seit 2013 wird die kommunale Entwicklungspolitik über einen eigenen Haushaltstitel des BMZ gefördert. Dieser wird maßgeblich durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) umgesetzt, die 2001 gegründet wurde und heute zur Engagement Global gGmbH gehört. Immer mehr Kommunen erhalten inzwischen Unterstützung, um ihr entwicklungspolitisches Engagement zu gestalten. Inwiefern stimmen die Förderangebote der SKEW mit den Bedarfen der Kommunen in Deutschland überein? Inwiefern werden die Ziele der kommunalen Entwicklungspolitik im Inland erreicht und auch durch die SKEW bewirkt? Welche Potenziale und Risiken birgt das Förderangebot der SKEW mit Blick auf entwicklungspolitische Wirksamkeit? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Evaluierung systematisch beantwortet werden. Die Evaluierung konzentriert sich dabei auf den Zeitraum 2013 bis 2020.

Hintergrund

Eine übergreifende Evaluierung zur kommunalen Entwicklungspolitik in Deutschland liegt bislang nicht vor. Die letzte großangelegte Studie zu diesem Thema wurde durch das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) erstellt und liegt bereits über ein Jahrzehnt zurück. Vor diesem Hintergrund wurde die Evaluierung „Kommunale Entwicklungspolitik: Evaluierung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)“ in das Evaluierungsprogramm des DEval aufgenommen. Parallel zu dieser Evaluierung arbeitet das DIE an einer neuen Studie zur kommunalen Entwicklungspolitik in Deutschland. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen beiden Instituten sowie eine enge Zusammenarbeit bei Konzeption und Datenerhebung.

Ziele

Übergreifendes Ziel der Evaluierung ist es, die Förderung der kommunalen Entwicklungspolitik zu verbessern. Damit Kommunen in Deutschland auch weiterhin einen möglichst großen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten können, ist eine effektive und zielgerichtete Förderung essenziell. Die Evaluierung verfolgt hierbei sowohl eine Rechenschafts- als auch eine Lernfunktion: zum einen sollen die bestehenden Förderangebote bewertet werden; zum anderen sollen die Ergebnisse dazu dienen, die kommunale Entwicklungspolitik weiterzuentwickeln. Hierzu sollen konkrete Vorschläge zur Anpassung der Fördermöglichkeiten erarbeitet werden.

Methoden

Diese Evaluierung verwendet einen theoriebasierten Ansatz im Mixed-Methods-Design, das sowohl quantitative Elemente (z.B. Online-Befragungen deutscher Kommunen, Portfolioanalyse) als auch qualitative Elemente (z.B. Fallstudien, Expert*inneninterviews, Usability-Studie) umfasst.

Vorläufiger Zeitplan

August 2020 – Oktober 2020: Konzeptionsphase

November 2020 – März 2021: Inceptionphase

April 2021 – September 2021: Erhebungs- und Analysephase

Oktober 2021 – April 2022: Berichtsphase

April 2022 – Juni 2022: Lektorat und Layout

Juni 2022: Geplante Veröffentlichung des Evaluierungsberichts

Juni 2022 – August 2022: Disseminierungsphase